Ich hatte rechtzeitig vor der Dämmerung die Ruten an zwei Spots in Ufernähe platziert und jeweils 1 kg Proton 12 mm Boilies der Sorte RRP gefüttert. Als Hakenköder dienten je 3 dieser Mini-Boilies.

Die Nacht verlief dann, wie eigentlich erwartet, ohne Anbiss. Ich hoffte auf die Morgenstunden, denn zu dieser Zeit waren die Karpfen meist aktiv an diesem alten Baggersee. Doch auch die Morgen und Vormittagsstunden blieben ruhig. Gegen14 Uhr bekam ich dann doch meinen Run. Der Fisch machte eine unglaublich gewaltige Flucht. Nach kurzer Zeit war ich mir sicher, einen sehr großen Karpfen gehakt zu haben.  An einen Amur dachte ich nicht. Es gibt zwar einige Graser im See, jedoch werden sie sehr selten gefangen, da sie sehr viel natürliche Nahrung in Form von Wasserpflanzen zur Verfügung haben.


Nach gut zehn Minuten Drill sah ich dann meinen gehakten Fisch das erste Mal vor dem Kescher. Ein Graser mit 19,3 kg hatte Gefallen an den extrem scharfen und würzigen kleinen Kugeln gefunden.