Danach wurde der Schuppi verwogen. Meine Waage blieb genau bei 22,5 kg stehen. Meine Freude war riesig, denn eigentlich wollte ich ja gar nicht hier bleiben am Vortag. Um 8 Uhr habe ich dann mit den zusammenräumen begonnen. Nach ca. zwei Stunden war ich dann fast fertig. Hatte nur mehr eine Rute im Wasser und nahm diese gerade zur Hand und wollte anfangen einzukurbeln ,als diese ablief. Das war mir auch noch nie passiert. Der Drill war auch nicht einfach, da ich das Boot schon im Auto verstaut hatte und dort sehr viel Kraut im See ist. Ich hatte aber das Glück, dass ich ihn zweimal aus dem Kraut befreien konnte und schließlich sicher landen konnte. Der Spiegler brachte 13 kg auf die Waage und fiel auf die Snowman Präsentation herein.


Mit dem Ergebnis des Wochenendes konnte ich eigentlich sehr zufrieden sein. Und so trat ich die Heimreise mit einem guten Gefühl an.

Bevor ich meine Session beginne, mache ich immer eine Runde um den See. Und meistens ist das eine große Hilfe, um unsere Freunde zu orten. Auch am ersten Wochenende war es so. Denn der ganze See wurde belagert von Anglern. Jedoch der kleine Schlauch-Teil des Sees, der meistens links liegen gelassen wird, hatte es in sich. Ich traute meinen Augen nicht, was da abging. So eine große Wasserfläche und die Carps stehen Schlange im Schlauch. Also wusste ich schon mal, wo ich Angeln würde. Schnell die Spots mit dem Schlauchboot angefahren, die Ruten abgelegt, und los kann`s gehen. Ja habe ich mir aber nur gewünscht. Denn es hat sich die ganze Nacht nichts getan. Ich dachte mir, ich bin im falschen Film. Doch dann um 11 Uhr erfolgte endlich der erste Run und ein 16,3 kg Spiegler landete in meinem Kescher. Ich war sehr erleichtert.


Um 16 Uhr konnte ich dann noch einen weiteren Spiegler von 17,3k g überlisten. Nach diesem Fisch musste ich die Heimreise antreten.

So richtig zufrieden war ich aber nicht. Ich war zwar der einzige, der an diesem Wochenende fing, aber bei weitem nicht das, was ich mir erträumt habe.

Zum Glück hatte niemand bemerkt, dass ich gefangen habe. Unter der Woche habe ich dann zweimal 3 kg Proton RRP in 12 mm und 20 mm breitflächig verteilt, um am darauffolgenden Wochenende mein Glück nochmals zu versuchen. Als ich am See ankam, sah ich schon, daws mein Platz besetzt war. Zuerst wollte ich gleich wieder umdrehen, doch dann entschied ich mich doch zu bleiben. Ich nahm eine Stelle weit weg von meinem Platz. Machte mir auch keine großen Hoffnungen. Auf die erste Rute zog ich einen 12 mm Proton RRP auf und legte diese genau im Eck an eine krautfreie Stelle in 2 m Wassertiefe ab. Dazu noch zwei Hände Kugeln beigefüttert und gut ist´s. Die zweite Rute wurde auf einem Plato, wo es von 4 m auf 2 m ansteigt, abgelegt. Auf diesem Platz fischte und fütterte ich mit den Tigernuts, die wir neu im Programm haben.


Als ich gerade mit dem Boot mitten im See war, um die dritte Rute abzulegen, lief die Eckrute bereits ab. Ich glaub so schnell bin ich noch nie im meinem Leben gerudert. Als ich bei meiner V12 war, hatte sich der Fisch bereits im Kraut festgesetzt. Der Drill war aber kein Problem und so konnte ich den Spiegler sicher landen. Als ich ihn im Boot anschaute, hatte ich riesige Freude.

Denn dieser Fisch hat zwar nur ´´12kg´´, ist aber wunderschön und hört auf den Namen „The Puzzle“, weil er auf der Seitenlinie sechs Schuppen hat. Als Draufgabe ist es auch noch ein Two-Tone. Da es schon dunkel wurde und ich diese Schönheit nicht die ganze Nacht einsacken wollte, machte ich mit dem Selbstauslöser die Fotos.

Die dritte Rute musste ich dann bereits im Dunklen ablegen. Dort zog ich einen Snowman auf, bestehend aus einem 12 mm RRP und einem Micro Neon Pop Up Yellow Monster Crab in 10 mm. Als Wecker diente dann genau diese Rute um 5 Uhr morgens. Als ich gerade mit dem Boot über dem Fisch war, lief die Tigernut -Rute auch ab. Mein Glück war jedoch, dass sich der Fisch ins Kraut gestellt hatte. So konnte ich in Ruhe diesen Carp ausdrillen. Der hatte aber eine menge Power auf der Flosse. Nach ca. 15 Minuten Drill gab sich der große Schuppi aber geschlagen. Sofort ans Ufer, den Schuppi eingesackt, und den anderen abgeholt. Die Tigernut-Rute brachte einen 10 kg schweren Schwarzen Amur zum Vorschein, den ich schnell auf ein Foto einlud und gleich wieder frei ließ.