JÜRGEN PROSKE:  Die kleinen weissen und ihre fängigen Brüder

Da ich nicht die Möglichkeit zum Vorfüttern hatte, ist bei solchen Aktion die richtige Platzwahl der Schlüssel zum Erfolg. Ich versuchte zuerst die Fische zu lokalisieren, was bei böigen Wind und Dauerregen nicht so einfach war. Dennoch gelang es mir, an der Stirnseite des Gewässers ein paar kleinere Fische im Uferbereich auszumachen. Meine Platzwahl war getroffen. Der Gewässergrund war in diesem Bereich komplett mit einer 10 cm hohen Schicht Bodenkraut bedeckt. Meiner  Köderpräsentation kam von daher erhöhte Aufmerksamkeit zu. Ich entscheid mich, an beiden Ruten Pop Ups zu fischen. Diese ließ ich über die gesamte Vorfachlänge auftreiben, so dass sie noch über dem Bodenkraut standen. Genau für solche Fälle liebe ich die Pelzer Neon White Pop ups. Sie schwimmen über 48 Stunden und werden  von den Fischen sehr schnell angenommen. Es war von daher logisch, dass eine Rute mit einem 16 mm Neon White Pop Up Tutti Frutti bestückt wurde. Diese Rute präsentierte ich sehr ufernah. Hier fütterte ich einige Hände MTX Pellets und einige Proton TFB Boilies. An der zweiten Rute köderte ich einen 20 mm The Element Proton TFB Pop Up  an. Diese Pop Ups sind erst seit kurzem auf dem Markt, genießen aber schon mein vollstes Vertrauen. Auch sie überzeugen durch eine enorme Schwimmfähigkeit und faszinieren mich durch ihren traumhaft fruchtigen Geruch. Diese Rute platzierte ich auf einem Plateau in einiger Entfernung. Um den Hakenköder fütterte ich hier mit dem Wurfrohr ein paar Proton TFB Boilies.

Es dauerte keine 2 Minuten, als der erste Run mein Aufbauen unterbrach. Nach kurzem Drill konnte ich einen Schuppenkarpfen von 11 kg über den Kescher ziehen. Er nahm den Proton TFB Pop Up in etwa 60 Meter Distanz. Nach dem Versorgen des Fisches und dem erneuten Auslegen der Rute, ging ich zu meinem Auto in etwa 100 Meter Entfernung. Beim Zurückkehren erweckte das Piepsen der Impulse Bissanzeiger meine  Aufmerksamkeit. An den Ruten angekommen, erkannte ich, dass ich sogar einen Doppel Run hatte. Ich musste lang nachdenken, um mich daran zu erinnern, wann ich dies zum letzen Mal hatte. Ich entschied mich dafür, erst den Fisch an der linken Rute aus zu drillen. Nach ein paar Minuten glitt ein schöner Spiegler in den Kescher. Nun konnte ich mich um den zweiten Fisch kümmern. Leider war dieser in der Zwischenzeit durch etliche Krautfelder geschwommen und schlitze kurze Zeit später aus.

Danach kehrte für etwa 1 Stunde Ruhe ein. Ich telefonierte gerade mit Markus Pelzer, als die linke Rute erneut einen Biss signalisierte. Diesmal war es ein 12 kg Schuppi, der den Neon White Pop Up nahm.


Das Wetter verschlechterte sich weiterhin, die Temperaturen sanken noch mehr. Die Nacht verlief ohne einen Biss. Gegen 9.30 Uhr konnte ich noch einen 14 kg Spiegelkarpfen fangen. Wieder die linke Rute, wieder auf einen Neon White Pop Up Tutti Frutti.


Den Rest des Tages und auch die folgende Nacht  tat sich leider nichts mehr. Das kalte Wetter vertrieb die Fische aus diesem Gewässerbereich.


Am zweiten Morgen entscheid ich mich einzupacken und anderen Aufgaben zu widmen. Die vergangen Stunden hatten mir aber wieder gezeigt, das ich mich sowohl auf die Neon White Pop Ups als auch auf die Proton TFB Pop Ups voll verlassen kann.


In diesem Sinne

Jürgen Proske